Krampus und Percht gehören längst zum festen Bild des alpenländischen Winters – doch woher kommt dieser eindrucksvolle Brauch eigentlich? Ein kurzer Blick in die Geschichte.
Vorchristliche Wurzeln
Viele Volkskundler vermuten den Ursprung der Percht in vorchristlichen Winteraustreibungsbräuchen: Mit Lärm, Ketten und furchteinflößenden Masken sollten böse Geister und der Winter selbst vertrieben werden. Diese Tradition ist in den Alpenregionen – insbesondere in Salzburg, Tirol und Teilen Bayerns – seit Jahrhunderten belegt.
Krampus als Begleiter des Heiligen Nikolaus
Der Krampus, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich als Gegenspieler des Heiligen Nikolaus. Während Nikolaus artige Kinder beschenkt, erinnert der Krampus mit Rute und Kette an die Bestrafung für Unartigkeit. Der Name „Krampus“ leitet sich vermutlich vom altdeutschen Wort „krampen“ für Kralle ab.
Was unterscheidet die Percht?
Perchten sind eigenständige Figuren mit eigener Tradition, die häufig zur Rauhnachtszeit rund um den Jahreswechsel auftreten. Man unterscheidet grob zwischen „Schönperchten“ mit kunstvoll gestalteten, oft goldverzierten Masken und „Schiachperchten“ – den wilden, furchteinflößenden Gestalten mit großen Hörnern und wettergegerbten Fellen.
Verbot und Wiederbelebung
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Krampusbrauch zeitweise unterdrückt, da er als zu heidnisch oder angsteinflößend galt. Ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erlebte er jedoch eine deutliche Wiederbelebung und ist heute fester Bestandteil der Salzburger und Tiroler Adventzeit – getragen von zahlreichen Passen und Vereinen, die die Handwerkskunst und Tradition aktiv weiterführen.
Handwerk mit Tradition
Ein zentraler Teil dieses Brauchtums ist bis heute das Maskenschnitzen: Jede Krampus- und Perchtenmaske wird traditionell von Hand aus Holz – meist Zirbenholz – geschnitzt und mit echten Tierhörnern versehen. Genau dieses Handwerk pflegen wir im Pinzgauer Krampusshop.